Geschichtliches

Auszug aus dem Referat der Konfirmandin
Merle Dölle (14), Gemeindeglied der Kreuzkirche Celle und Schülerin des HBG Celle, 2012

Die ev.-luth. Kreuzkirchengemeinde Celle

Seit 2011 leben im Ortsteil Neuenhäusen, welcher im Jahr 1869 in die Stadt Celle eingemeindet wurde, etwa 7900 Einwohner.
Die Geschichte der Kreuzkirche beginnt am 1. Oktober 1963. Sie geht hervor aus ihrer „Mutterkirche“, der Stadtkirche. Am 1. April 1964 wurde die Gemeinde „Kreuzkirche“ gegründet. Fertig gestellt und eingeweiht wurde sie am Reformationstag, dem 31. Oktober 1965. Da unter der Kirche und den dahinter liegenden Grundstücken ein Flussbett  - der Nebenarm der Fuhse -  verläuft, haben die nachbarschaftlichen Häuser oft Wasser im Keller und auch die an Katakomben erinnernden Kellergewölbe der Kirche sind nicht ganz trocken. Man schüttete für die Kirche einen kleinen Hügel auf und knüpfte so an eine uralte Tradition an: des sogenannten Heiligtums auf dem Berge. Diese Tradition kommt daher, dass im alten Israel auf Berghöhen fremden Göttern geopfert wurde. So wie der jüdische Tempel in Israel auf einem Hügel, dem Tempelberg, errichtet wurde, so hat man auch alte christliche Kirchen oft auf Berge und Anhöhen gebaut. Da nicht alle Orte Hügel aufweisen, betonen die Türme der Kirche ihre aus dem alltäglichen herausgehobene Position.
Bauweise
Besteigt man die Treppen zur Kreuzkirche, so findet man sich ... in einem Hof wieder. Der Innenhof ist, wie bei einer mittelalterlichen Klosteranlage, von Gebäuden umgeben. Gemeindehaus und Glashalle sind an den Seiten mit offenen, überdachten Gängen verbunden – ähnlich einem Innenhof mit Kreuzgang. Ebenfalls ähnlich einem alten Klosterinnenhof ist das in der Mitte platzierte „Paradies“, bestehend aus Blumen, Pflanzen und sprudelndem Wasser.

Der Raum der Kirche ist quadratisch und aus Beton bestehend.
Der Bau der Kirche ist vergleichbar mit dem eines Bootes:
Die Wände der Kirche sind nach außen geneigt - wie der Rumpf eines Bootes, der Altarraum gleicht dem hochgezogenen Bug. Auch ist die Kirche vergleichbar mit einem Zelt, da der Dachfirst vorne höher ist als hinten.

Symbolik

Diese drei Besonderheiten des Baues haben symbolische Bedeutungen:
Rumpfartige Wände: Wir Menschen sitzen zusammen in „dem Boot der Gemeinde“.
Wir sind unterwegs im Meer der Zeit und in den Stürmen des Lebens.
Bugartiger Altarraum: Von dort wird gepredigt, von dort hören wir, wo es langgeht.
Gott ist mit uns im Boot und ist für uns Schutz, Orientierung und Hilfe.
Unterschiedlich hoher Dachfirst: Symbol für eine leichte Behausung, die nicht üppig oder komfortabel ist. Dennoch ist sie ein einfacher Schutz für Menschen unterwegs.


Erklärung  Boot /Zelt

Gott wandert mit. Er ist nicht festgelegt auf einen bestimmten Ort und bricht jeden Morgen mit uns neu auf.
Die Bilder des Bootes und des Zeltes stehen für die Wörter dynamisch, lebendig und sie sind dicht an dem Menschen dran.

Die Kirche ist, wie die meisten europäischen Kirchen, nach Osten gerichtet, weil - so sagt man - aus Osten das Licht kommt. Das Licht der aufgehenden Sonne und das Licht der Auferstehung Christi am Ostersonntag.
In der Kirche befinden sich keine Gottesbilder. Dafür sieht man bei genauerem Hinsehen, dass das Gebäude an sich ein Bild für den Glauben darstellt, ausgeführt mit den Mitteln unserer Zeit.

Die Fenster
Zwischen den geschlossenen Wandflächen verläuft ein Fensterband einmal ringsum. Dieses Fensterband vergrößert sich über dem Altarraum zu einer Fensterfläche.
Das Glas ist durchscheinend, aber die verschiedenen Farbakzente machen es nicht durchsichtig. Auf gegenständliche Darstellung wurde verzichtet. Dadurch, dass die Kirche so nüchtern, aber dennoch funktional erscheint, fallen die farbigen Fenster besonders ins Auge. Das Licht wirft durch die Fenster bunte Farben auf die graue Betonwand im Altarraum. Auch das hat einen symbolischen Sinn: Ein Prediger soll uns die Dinge des Lebens in einem anderen Licht sehen lassen. Wen diese Botschaft erreicht, kann mit neuen Perspektiven durch den Alltag gehen.
Auch soll es symbolisieren, dass unser Leben nicht eintönig, sondern mit vielen bunten Erinnerungen, Erlebnissen und Freuden durchsetzt ist.

Die Orgel
Die Einweihung der Orgel erfolgte am 25. Mai 1969, am 1. Pfingsttag, durch den Landessuperintendenten Peters und den Pastor Spatzker. Die Orgel verfügt über 11 Register auf zwei Manualen und ein dahintergestelltes selbstständiges Pedal. Orgelrevisor Pastor Drömann aus Holle bei Hildesheim prüfte die Orgel zum ersten Mal am 23. Juli 1969 und durch ihn erfolgte auch die Abnahme der „Hillebrand“-Orgel.

Die Antependien
Antependien (lat. das Davorhängende) oder Paramente (lat. parare = sich rüsten) hängen am Lesepult und am Altar und sind in den üblichen Farben vorhanden: rot, grün, schwarz, violett, weiß. Die Farben sind den Festtagen des Kirchenjahres zugeordnet.
Zuerst hatte die Kreuzkirche schlichte Antependien, die in den liturgischen Farben jeweils nur ein Kreuz enthielten. Zum 25. Jubiläum, 1990, wurden die grünen Antependien angeschafft, die man heute verwendet. Die vielen Diagonalen und Geraden der Fensterwand waren ausschlaggebend für die Gestaltung der Antependien. Auf den Antependien sind heute Kornähren, Fische und ein Weinstock mit Trauben dargestellt.



*Vielen Dank Merle!

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